Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Das Technische Bild

Aktuelles

 

Online-Vortrag "Bildzensur"

Katja Müller-Helle, Online-Vortrag „Bildzensur“ im Rahmen der Ringvorlesung „Bildkulturen des Digitalen – Praktiken, Ästhetiken, Genres“ am 18.1.2021 an der TU Dresden:
https://www.youtube.com/watch?v=yIagZRXU2UE

 

Bildwelten des Wissens 16 im Gold Open Access und Print

Bildzensur. Löschung technischer Bilder, hg. von Katja Müller-Helle, Bildwelten des Wissens. Kunsthistorisches Jahrbuch für Bildkritik, Band 16, Berlin: de Gruyter 2020.
Abrufbar unter: https://www.degruyter.com/view/title/584863

Interview zur Bildzensur mit Horst Bredekamp auf dem de Gruyter-Blog:
https://blog.degruyter.com/bildzensur-in-der-digitalmoderne-horst-bredekamp-im-gesprach/

 

Policy Statement

Hybrides Publizieren: Gold Open Access und Print

Die Bildwelten des Wissens. Kunsthistorisches Jahrbuch für Bildkritik erscheinen mit der Ausgabe 16 (2020) zur „Bildzensur. Löschung technischer Bilder“ (Hg. Katja Müller-Helle) erstmals im Gold Open Access.

Für uns als Team des Technischen Bildes soll die politisch wichtige Forderung nach einer unbeschränkten und sofortigen Zugänglichkeit wissenschaftlicher Forschungsergebnisse nicht mit der Entwertung des gedruckten Buchs einhergehen. Aus diesem Grund erscheinen die Bildwelten des Wissens im hybriden Format Gold Open Access in einer frei zugänglichen elektronischen Variante bei gleichzeitiger Auslieferung einer hochwertigen Print-Version.

Die Bereitstellung von Wissensressourcen ist in den letzten Jahren verstärkt zum politischen Kampfplatz geworden. Die Forderung nach einer globalen und freien Veröffentlichung von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, wie sie die Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities bereits 2003 als Zukunftsvision entwarf, hat zu einem Ringen zwischen Wissenschaftsverlagen und öffentlichen Einrichtungen geführt. Unter dem Erneuerungsdruck digitaler Infrastrukturen stehen sich die Freiheit der Wissenschaft und ökonomische Interessen konfliktreich gegenüber. In dieser polarisierten Diskussion wird oft die Ablösung des physischen Buches durch Open Access-Bestrebungen ins Feld geführt – eine Prognose, die angesichts der longue durée einer Mediengeschichte der Wissenschaftskommunikation nicht sehr wahrscheinlich ist.

Die Geschichte der Medienrevolutionen zeigt, dass neue Medien alte Medien nicht einfach ablösen. Sehr wohl erzeugen sie jedoch einen Druck zur Neuausrichtung und Neuerfindung. In historisch weit zurückgreifenden Analysen, wie sie der Mediävist Horst Wenzel ausgehend von Marshall McLuhan vorgelegt hat, werden drei bedeutende Umbrüche in der Wissenskommunikation voneinander unterschieden: der Übergang vom Körpergedächtnis zum Schriftgedächtnis, der Übergang der Handschriftenkultur zur Druckkultur und der Übergang vom Buch zum Bildschirm. Im Moment eines solchen Epochenumbruchs arbeiten wir am Technischen Bild an der Hybridisierung von Buch und Bildschirm, die in der Verschränkung von analogen und digitalen Formaten eine neue Form findet.